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Tagesstrukturierende Hilfen

 

Tagesstrukturierende Hilfsangebote fĂĽr Senioren

 

Die TagesStrukturierenden Hilfsangebote sind Angebote für Rentner (ab dem 65. Lebensjahr), für Bewohner, die krankheitsbedingt oder aus sonstigen Gründen frühzeitig aus dem 2. Lebensbereich (WfbM oder Förderstätte) ausgegliedert wurden und für ältere Bewohner, die aus verschiedenen Gründen nicht in einen 2. Lebensbereich eingebunden sind (z. B. Aufnahme ins Heim erst im hohen Alter nach jahrelanger Betreuung in der Familie ohne Beschulung oder sonstige Förderung).

 

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Theoretische Grundannahmen

 

â–ş Das Konzept der totalen Institution

 

► Stress- und Lebensbewältigungsstrategien

 

â–ş Defizit- und Kompetenzmodell

 

â–ş Normalisierungsprinzip

 

â–ş Modell des Empowerments

 

â–ş Selbstbestimmung

 

 

Zielgruppe/Personenkreis der TagesStrukturierenden Hilfsangebote

Die TagesStrukturierenden Hilfsangebote sind Angebote für Rentner (ab dem 65. Lebensjahr), für Bewohner, die krankheitsbedingt oder aus sonstigen Gründen frühzeitig aus dem 2. Lebensbereich (WfbM oder Förderstätte) ausgegliedert wurden und für ältere Bewohner, die aus verschiedenen Gründen nicht in einen 2. Lebensbereich eingebunden sind (z. B. Aufnahme ins Heim erst im hohen Alter nach jahrelanger Betreuung in der Familie ohne Beschulung oder sonstige Förderung).

 

 

 

Ziele der TagesStrukturierenden Hilfsangebote

 

► Durch die TagesStrukturierenden Hilfsangebote wird dem entsprechend betroffenen Bewohner auf milieuspezifisch – institutioneller Ebene die Möglichkeit geboten, den Lebensbereich „Arbeit“ und die hiermit verbundenen Erwartungen und Ziele (soziale Beziehungen, Kontakte, Statuserhalt usw.) in veränderter Form (in Bezug auf das Arbeitsleben vor dem Renteneintritt) wahrzunehmen.

„Die Schranken zwischen den Lebensbereichen Arbeit/Freizeit/Wohnen werden auf institutioneller Ebene aufrechterhalten und somit auch nach dem Renteneintritt gewahrt“.

 

► Durch die TagesStrukturierenden Hilfsangebote soll dem Bewohner eine Rollenvielfalt ermöglicht und gewährleistet werden (unter Einbeziehung biographisch orientierter Rollen aber auch „neu erschlossener“ Rollen).

Hierdurch sollen Rollenwechsel ermöglicht werden und somit Ruhephasen eingeschaltet werden - Distreßerleben soll vermindert werden.

 

► Die TagesStrukturierenden Hilfsangebote sollen dem Bewohner die Möglichkeit bieten, individuelle Fähigkeiten zum Ausdruck zu bringen und auch zu erhalten – aber auch eine differenzierte Sicht darüber zu erlangen, „was ist noch möglich, welche Rollen sind defizitär und was ist verlustbedingt nicht mehr möglich“.

 

► Durch die TagesStrukturierenden Hilfsangebote soll dem Bewohner die Möglichkeit geboten werden Interessen, Bedürfnisse, Wünsche usw. auszuüben aber auch neue Bereiche für sich zu erschließen.

 

â–ş Die Teilnahme an den TagesStrukturierenden Hilfsangeboten ist freiwillig.

 

 

Individuelle Zielsetzung

Die individuelle Zielsetzung lässt sich in vier Bereiche untergliedern:

 

â–ş motorischer Bereich

 

â–ş kognitiver Bereich

 

â–ş wahrnehmungsspezifischer Bereich

 

â–ş psychosozialer Bereich

 

 

motorischer Bereich

 

► Schulung der Aktions- und Koordinationsfähigkeit

â–ş Schulung des feinmotorischen Bereichs

► Schulung der Reaktionsfähigkeit

â–ş Schulung des grobmotorischen Bereich

► Schulung in Bezug auf die Durchführung von Handlungsabläufen

â–ş Schulung der Bewegung in elementarer Form

► Kennen lernen von körperlichen Bereichen

► Aufrechterhaltung und Förderung des Körperschemas

 

wahrnehmungsspezifischer Bereich

 

â–ş Anregung und Schulung auf visueller-, auditiver-, taktiler-, gustatorischer- und olfaktorischer Ebene

â–ş Schulung und Anregung der elementaren Wahrnehmung

► Aufrechterhaltung und Förderung des Körperschemas

 

kognitiver Bereich

 

â–ş Orientierungsgebende Hilfen auf verschiedenen Ebenen

► Anregung und Schulung der Merk- und Erinnerungsfähigkeit

► Schulung und Unterstützung bei der Planung und Durchführung von Handlungsabläufen

â–ş Erhaltung und Schulung der kommunikativen Kompetenzen (auf verbaler und nonverbaler Ebene)

► Anregung und Schulung der Konzentrationsfähigkeit

â–ş Anregung und Schulung der Aufmerksamkeit

► Anregung und Schulung der Auffassungsfähigkeit

► Anregung und Schulung der Urteilsfähigkeit

 

 

psychosozialer Bereich

 

► Stärkung, Aufrechterhaltung und Wiedererlangung des Selbstwertgefühls

â–ş Umgang mit Misserfolgen

► Kennen lernen anderer Gruppenteilnehmer (u. a. durch Kennen lernen derer Biographie) und Entwicklung neuer oder Aufrechterhaltung und Entwicklung alter Kontaktmöglichkeiten

â–ş Freude am spielerischen Umgang in Bezug auf das Denken, verschiedener Materialien usw..

â–ş Entwicklung neuer Interessen

► Finden von Problemlösungen

► Förderung der Selbstdarstellung in der Gruppe

► Das „Wir – Gefühl“ einer Gruppe erleben

â–ş Wiedererlangen von verlustig gegangenen Rollen

â–ş Reduktion von Stresserleben

â–ş Entspannungslernen

 

 

Formen und Inhalte der Angebote

 

â—Ź Besuch des Erlebnisraumes

â—Ź AusĂĽbung biographisch orientierter Rollen (Kochgruppe, Handwerksgruppe, Backen usw.)

â—Ź Biographieorientierte Spiele

â—Ź Besuch von regionalen und ĂĽberregionalen (bekannten) Orten und SehenswĂĽrdigkeiten

● Einhaltung und Ausübung jahreszeitlich orientierter, biographisch bekannter Rituale und Festlichkeiten (Gesprächskreise usw.)

â—Ź Ansehen alter und bearbeiten alter und bekannter Filme

â—Ź WahrnehmungsĂĽbungen und Wahrnehmungsspiele

â—Ź Seniorengymnastik

â—Ź Seniorentanz

â—Ź Musisches Erleben

● Themenzentrierte Gesprächskreise

● Einsatz spezifischer Verfahren (ROT, validierende Gesprächsführung, verschiedene Formen der unterstützenden Kommunikation, Biographiearbeit)

â—Ź Kreatives Gestalten (Einsatz verschiedenster Techniken)

â—Ź Handwerkliches Gestalten (Arbeit mit Holz, Ton, Gips, Wachs, Peddigrohr usw.)

â—Ź Gesellschaftsspielen

â—Ź Theaterspielen

â—Ź Schreib- und Lesegruppen

â—Ź Projektgruppen zu verschiedenen Themen

â—Ź Gruppen zur gemeinsamen Erstellung der Angebote der TSH

â—Ź usw..

 


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