In der Spendenaktion im vergangenen Jahr hat das OVB für die Stiftung Attl gesammelt. Das Geld wird dringend für den Neubau benötigt, den sie im Bereich Intensivwohnen plant. Bis es mit den Bauarbeiten losgehen kann, liegt es auf einem eigenen Baukonto, das ausschließlich für diesen Zweck verwendet wird.

Bevor allerdings die Stiftung mit dem Bau loslegen kann, muss das Raumkonzept mit dem Bezirk geklärt werden. Denn die Förderrichtlinien für Wohnheime für Menschen mit Behinderung sehen max. 52 Quadratmeter Fläche pro Bewohner vor. Da für den Intensivbereich aber andere Raumkonzepte unabdingbar sind und die Stiftung Attl mit diesem Neubau auch für die Zukunft planen möchte, ermittelte sie einen Bedarf von 67 Quadratmetern pro Bewohner. „Bei einer Ortsbegehung konnten wir nochmal unseren Bedarf begründen und haben gemeinsam mit den Verantwortlichen beim Bezirk von Oberbayern das Raumkonzept überdacht, sodass wir nun dabei sind eine Lösung zu finden, mit der wir arbeiten können“, sagt Vorstand Franz Hartl. Als nächsten Schritt muss die Stiftung Attl eine Kosteneinschätzung für den fachlichen und materiellen Mehraufwand für die Intensivgruppen benennen. Denn zum Beispiel gelten schlagsichere Schalter oder Sicherheitsglas nicht als Standardausstattung in Wohngruppen. „Alles andere macht aber in unseren neuen Gruppen keinen Sinn“, so Franz Hartl.

Bauplanungen können bald beginnen

Erst wenn der Bezirk Fläche und Mehraufwand in der Ausstattung grundsätzlich genehmigt hat, kann die Stiftung Attl einen Architektenwettbewerb ausschreiben. Dies sei zwar ein langwieriger, aber dennoch sehr wichtiger Prozess, betont der Vorstand. Denn davon hänge die gesamte weitere Planung ab, weil ohne Einigung mit dem Bezirk die Finanzierung des Gebäudes nicht gesichert ist. „Sicher ist allerdings, dass wir auch Eigenmittel einbringen müssen, und dafür ist die Spende der OVB-Weihnachtsaktion ein sehr wichtiger Baustein.“

Geld bleibt bis zum Bau unangetastet

Der Vorstand hofft, dass bis spätestens Ende 2020 der Planungsprozess abgeschlossen sein wird. „Dann kann die Stiftung hoffentlich bald einen Bauantrag stellen und mit den Arbeiten beginnen.“ Die Fläche für den Neubau steht zumindest schon fest. Es handelt sich um ein Areal hinter dem Attler Sportplatz, das derzeit noch von der Landwirtschaft bestellt wird. Bis es soweit ist, befindet sich das Spendengeld sicher verwahrt auf einem eigenen Konto und wird erst abgerufen, wenn es für den Neubau gebraucht wird.